Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald

Der 03.05.2022 stand für die Klasse 9 ganz im Zeichen der Erinnerung. Der Erinnerung an eine Zeit, in der eine andere Meinung, ein anderer Glaube oder eine andere Herkunft ausreichte um gefangen genommen, eingesperrt und nach bestmöglicher Ausnutzung der Arbeitskraft ermordet zu werden. Im Zuge des Geschichtsunterrichts, wo die SchülerInnen sich aktuell beim Thema „Nationalsozialistische Diktatur“ befinden, ging die diesjährige Exkursion nach Weimar ins Konzentrationslager Buchenwald.

Nach knapp zweistündiger Busfahrt wurde sich zunächst vor Ort ein Film angeschaut,  welcher die SchülerInnen auf die bevorstehende Geländebegehung  einstimmen sollte.

Schritt für Schritt vollzogen wir den Weg der Häftlinge vom Eintreffen in das Lager bis hin zu den ständigen Schikanen und der alltäglichen Bedrohung des eigenen Lebens ansatzweise nach.

Bild 1 zeigt die SchülerInnen vor dem Eingang des Innenlagers mit der zynischen Torinschrift „Jedem das Seine“.

In Bild 2 ist der Bärenkäfig des lagereigenen Zoos zu sehen, welcher für die Häftlinge durch den Stacheldraht deutlich sichtbar die Botschaft vermittelte, dass es den Tieren außerhalb des Lagers besser geht als den Insassen im inneren Lagerbereich.

Die Öfen des hauseigenen Krematoriums werden in Bild 3 gezeigt. In ihnen wurden die Leichen der Opfer massenweise verbrannt, nachdem ihnen mit Entfernung möglicher Goldzähne der letzte Nutzen für das NS-Regime abgepresst wurde.

Einen großen Dank an dieser Stelle an die Verantwortlichen vor Ort, welche uns trotz derzeitiger Sperrung für regulären öffentlichen Zugang, den Eintritt zu dieser besonders emotionalen Stätte nationalsozialistischer Verbrechen ermöglichten.

Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang auch dem mitgereisten Lehrerkollegen Herrn Sobe, welcher mit seinem detaillierten Wissen die Führung über das Gelände kommentierte und viele wissenswerte Informationen lieferte.

Wir hoffen, dass der Ausflug dazu beigetragen hat, bei den SchülerInnen das Bewusstsein zu wecken, dass dieser Teil deutscher Geschichte niemals in Vergessenheit geraten möge und dass die Besichtigung vor Augen geführt hat, zu welchen abscheulichen Gräueltaten Menschen fähig sind.

Lars Weigelt – Fachlehrer Geschichte

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