Studienreise nach Paris

Paris empfing unsere Gruppe am zunächst eher verschlafen als spektakulär: Nach der nächtlichen Busfahrt erreichten wir gegen Mittag unser Hotel nahe Montmartre. Dort wurden erst einmal Koffer eingeschlossen, die Umgebung erkundet und später die Zimmer bezogen.

Gegen 17 Uhr machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg zur Sacré-Cœur. Dort wurden nicht nur unzählige Stufen gezählt – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen –, sondern auch der Blick über Paris genossen. Viele kümmerten sich anschließend um Essen, hörten gemeinsam Straßenmusikern zu und ließen den ersten Abend auf den Treppen vor der Kirche ausklingen. Natürlich durfte auch das Gruppenfoto nicht fehlen, bevor schließlich alle ziemlich erschöpft ins Bett fielen.

Die Nacht verlief allerdings deutlich turbulenter als geplant: Um 04:40 Uhr wurde das gesamte Hotel durch einen lauten Alarm geweckt. Lehrkräfte klopften an Türen, alle mussten halb verschlafen nach draußen – Feueralarm. Während einige noch versuchten zu verstehen, was überhaupt passiert war, stellte sich heraus, dass ein Hotelgast geraucht hatte. Kaum wieder mit klopfendem Herzen im Bett angekommen, ertönte der Alarm erneut. Und weil offenbar noch nicht alle endgültig wach waren, wurde das Ganze kurze Zeit später sogar ein drittes Mal wiederholt.

Nach entsprechend wenig Schlaf begann der nächste Tag mit einer entspannten dreistündigen Stadtrundfahrt durch Paris. Neben vielen bekannten Sehenswürdigkeiten durfte natürlich auch ein kurzer Halt am Eiffelturm für die typischen Touri-Bilder nicht fehlen. Anschließend besuchten wir die Cité des Sciences et de l’Industrie mit zahlreichen Mitmachstationen und einem gemeinsamen Besuch im Planetarium. Zwischendurch sorgte ein vergessenes Handy noch für eine kleine Rettungsaktion einer Lehrerin.

Am Nachmittag konnten alle Paris in kleinen Gruppen selbst erkunden und besuchten beispielsweise die Galeries Lafayette, wo neben der beeindruckenden Glaskuppel eine wundervolle Aussicht von der Dachterrasse genossen wurde. Am Ende des Tages schafften es alle letztendlich wieder pünktlich ins Hotel.

Am Donnerstag ging es nach dem Frühstück um 07:30 Uhr – für viele eindeutig zu früh – weiter nach Versailles. Dort konnte das Schloss eigenständig besichtigt werden. Einige Gruppen interpretierten den Treffpunkt allerdings etwas kreativer und standen plötzlich ganz woanders als vereinbart. Doch auch dieses kleine Chaos konnte dank der Lehrer schnell gelöst werden.

Nach etwas dringend benötigter Erholung im Hotel trafen wir uns später am Trocadéro mit fantastischem Blick auf den Eiffelturm. Anschließend konnten alle noch eine einstündige Bootsfahrt auf der Seine genießen, die Paris noch einmal von einer ganz anderen Seite zeigte.

Am Freitag hieß es dann schließlich Abschied nehmen. Nachdem die Koffer im Bus verstaut waren, nutzten viele die letzte freie Zeit noch für den Louvre, Spaziergänge an der Seine oder einen Besuch bei Notre-Dame. Um 17 Uhr trat die Gruppe gemeinsam die Rückreise an. Zwar kamen wir am nächsten Morgen etwas früher als geplant zuhause an, dafür aber mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Eindrücken und einem Gefühl von großer Dankbarkeit.

Hannah Lea Baumann

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