Unser Freies Gymnasium Penig ist ein
FGP ohne Rassismus

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Am 9. Juli 2013 fand unsere Preisverleihung unter Anwesenheit unserer Paten des Projekts, Herrn Thomas Schmidt (MdL) und Herrn Steffen Ziffert (Leiter Nachwuchs­leistungs­zentrum FC Erzgebirge Aue), statt.

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Mit großem Engagement haben sich die Schülerinnen und Schüler des Freien Gymnasiums Penig erfolgreich um diesen Titel beworben.

Im Rahmen des größten Schulnetzwerks in Deutschland gestalten unsere Schüler das Schulklima aktiv mit. In Veranstaltungen, Diskussionsrunden und Aktionen wenden sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt.

Die Integration ausländischer Schüler und Lehrer ist in unserer Schule Normalität. Austauschschüler aus Australien, Russland, Frankreich - aktuell aus Kolumbien - lernten schon hier und auch Schüler, deren Eltern aus Vietnam, Indien oder anderen Ländern stammen, werden hier unterrichtet. Selbst ein afghanischer Flüchtling absolvierte an unserem Gymnasium erfolgreich sein Abitur.

Dieser bundesweite Titel ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft, sich mit Diskriminierung aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung und der sexuellen Orientierung auseinanderzusetzen. Dabei initiieren wir auch jedes Schuljahr ein Projekt zur Unterstützung Hilfsbedürftiger.

Hilfe für Tsunamiopfer

Unterstützung von Kindern einer japanischen  Schule der Tsunami-Region Sendai.
Schuljahr 2011/12 und 2012/13

Dankschreiben an den Schülerrat: Japanisch » 
und in Englisch »

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Sponsorenlauf am Freien Gymnasium Penig - Gesetzte Ziele wurden übertroffen.

Wir erinnern uns an die schrecklichen Ereignisse im Nordosten Japans. Ganze Ortschaften wurden von einer Tsunami-Welle weggespült. Die Menschen erfuhren unvorstellbares Leid. Eine ganze Region weist für lange Zeit unübersehbare Spuren der Zerstörung und des Verlustes auf.

Schüler und Lehrer des Freien Gymnasiums Penig fassten den Beschluss, mit einem Japan-Projekt Kindern der betroffenen Region zu helfen. Dazu führten sie ein beeindruckendes Benefizkonzert unter Beteiligung zweier japanischer Musikerinnen durch und gestalteten ein Kinder-Kunst-Projekt. Zugleich wurde Kontakt zur Fujiwara Elementary School (Grundschule) in Iwagi-shi hergestellt. Vom Erlös aus den Einzelprojekten wurden Unterrichtsmittel für den Biologie- und Kunstunterricht gekauft und an diese Schule geschickt. Ein Schüler beschrieb seine Beteiligung so, "Wir wollen Kindern helfen, obwohl diese keine Hilfe verlangt haben." Unsere Hilfe soll neben der materiellen Spende vor allem unseren Solidaritätsgedanken erkennen lassen.

Fortgesetzt wurde das Projekt am 6. Juni.2012 mit einem Sponsorenlauf, bei dem schon die Gestaltung des Start-Ziel-Bereiches unmissverständlich an das gemeinsame Anliegen erinnerte. Ein weithin hörbarer Start-Gong motivierte dann noch zusätzlich zur persönlichen Leistungssteigerung. Um die persönliche Erschöpfung nach dem Zieldurchlauf erfolgreich bekämpfen zu können, wurden den Teilnehmern köstlicher Kuchen und erfrischende Getränke (gesponsert durch ZWA) angeboten. Die kollektive Anstrengung führte schließlich zum Erfolg!

Die Läufer verdienen unseren Respekt. Mehrheitlich gingen sie sogar bis an die Grenze des eigenen Leistungsvermögens. Viele quälten sich sichtbar und waren nach dem Lauf erkennbar erschöpft, dennoch aber zufrieden. Ein Teilnehmer, dem nur zwei Runden zugetraut wurden, der aber dank starker Motivation und beeindruckender Willenskraft 22 Runden schaffte, beschrieb seine Zufriedenheit so, "Wir konnten uns Ziele setzen und erreichten sie."
Beeindruckend war auch, wie Mitschüler, denen die Kräfte zu schwinden begannen, zum Weiterlaufen ermutigt wurden und dass man sich trotz eigener Belastung mitfühlend gegenseitig half. Die Läufer der jüngsten Klassen gaben mit ihrer Begeisterung für alle später Startenden ein beachtliches Anstrengungsniveau vor.

Ein Schüler der neunten Klasse resümierte, nachdem er wieder bei Kräften war, "Wir haben gemeinsam etwas bewegt und können darauf stolz sein." Ja, die persönliche Anstrengung vieler ließ die Gemeinschaft ein unerwartetes, großartiges Ergebnis erreichen. Es wurden nach aktuellem Stand 6500.- ¤ "erlaufen"!

Organisatoren und Teilnehmer setzten Maßstäbe. Das Erreichte macht aber nicht nur stolz, sondern lässt unsere Potentiale erkennen und gibt uns die Möglichkeit, gemäß unserer Solidaritätsabsicht, weitere Hilfe an die Fujiwara-Grundschule nach Iwagi-shi zu schicken.

Dr. Schläger

Benefizkonzert ein voller Erfolg

Das Konzert, das die Schülerinnen und Schüler des Freien Gymnasiums Penig für eine Schule in der vom Tsunami stark zerstörten Region Sendai in Japan veranstalteten, übertraf mit seinem Ergebnis alle Erwartungen. Die Aula der Schule war voll wie sonst nur zu den Weihnachtssingen. Die knapp 150 Sitzplätze waren bereits Minuten vor Beginn der Veranstaltung belegt, sodass noch Stühle in die Gänge gestellt werden mussten, damit alle interessierten Eltern, Schüler, Lehrer und Gäste aus Penig und Umgebung Sitzplätze finden konnten.

Und es hat sich gelohnt. Das Publikum hörte und sah beeindruckende und mit Engagement vorgetragene Songs, Tänze und Instrumentalstücke, mal von bekannten Komponisten und Interpreten und zwei Mal sogar Titel, die der Interpret - Moritz Michael Helas - selbst getextet, komponiert und das Playback dazu erstellt hat, wozu er dann gemeinsam mit Sebastian Büttner eine beeindruckende Bühnenperformance bot.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung waren zwei Musikerinnen aus Japan, Mizuku Takasu, Violine und Chizuru Böhme, Klavier, die künstlerisch überwältigend und musikalisch und emotional stark ergreifend drei verschiedene japanische Volkslieder spielten. Chizuru Böhme äußerte sich in kurzen Ansprachen zu ihrer Sicht auf das Tsunami-Unglück und bedankte sich mit ergreifenden Worten bei den Schülern und den Gästen für diese Hilfsaktion, welche den Auftakt für eine ganze Reihe von Spendenveranstaltungen des FGP darstellt.

So wurden bereits am Abend von den künftigen Abiturienten Speisen und Getränke sowie von den Kunsterzieherinnen der Schule die besten Ergebnisse eines Jugendkunstprojektes, kreativ gestaltete Karten und Bilder, zum Kauf angeboten, was von den Gästen auch gern angenommen wurde. Weiter soll es im nächsten Jahr gehen mit einem Spendenlauf im Frühjahr und einem Open-Air-Konzert im Spätfrühling bzw. Frühsommer, bei dem nicht nur mehrere Schülerbands auftreten, sondern sich auch andere Talente mit ihrem Können vorstellen werden. Wir werden Sie rechtzeitig genauer darüber informieren.

Und nicht zuletzt die Ansprache von Dr. Schläger, dem Ethiklehrer, der diese Aktionen initiiert hat, in der er den Anwesenden mit bewegenden Worten die von vielen schon längst vergessenen und verdrängten Vorgänge in der Tsunami-Region vor Augen führte, hatte sicher ihren Anteil an dem Spendenergebnis, das die Veranstaltung einbrachte. Allein für diesen Abend konnten die Veranstalter mehr als eintausend Euro an Spenden für die japanischen Kinder in Empfang nehmen, so dass hiermit durchaus ein würdiger und beachtenswerter Startschuss für die Hilfsaktionen der Gymnasiasten gesetzt wurde.

Herzlichen Dank allen Gästen, die mit ihren z. T. äußerst großzügigen Spenden zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Und natürlich auch vielen Dank an alle Ausführenden auf der Bühne und die ca. 10 Licht- und Tontechniker der Technik-AG der Schule unter bewährter Führung von Michael Plagwitz, der wiederum mit Equipment seiner Firma Soundlive 62 aushalf, um alle technischen Anforderungen abzudecken. Sie sorgten nicht nur für tolle Beleuchtung und Akustik sowie berührende Dokumentarbild-Einspielungen auf der Bühnenrückwand, sondern auch dafür, dass die Aula bestuhlt und im Anschluss wieder beräumt und gesäubert wurde, was für sie noch zwei weitere Stunden Arbeit bedeutete, nachdem alle Gäste bereits nach Hause gegangen waren.

Wir können gespannt sein, wie sich das "Hilfe für Japan"-Projekt des Freien Gymnasiums weiter entwickelt und hoffen, dass es genauso erfolgreich fortgesetzt werden kann, wie es mit dieser Veranstaltung begann.

Nochmals: vielen und aufrichtigen Dank an alle Mitwirkenden, Helfer, Unterstützer und vor allem Spender.

Sendung von Unterrichtsmitteln

Endlich konnten wir helfen!

Die bisherigen Aktionen unseres Japan-Projektes, Benefizkonzert, Kinder-Kunst-Projekt und Buchbasar, erbrachten die überaus ermutigende Spendensumme von 1600.- €. Mit diesem Geld wollen wir japanischen Kindern, die von der Tsunami-Katastrophe getroffen wurden, helfen und Freude bereiten. Sie sollen erfahren, dass Schüler und Erwachsene, die viele tausend Kilometer entfernt leben, an sie denken, mit ihnen fühlen und sie unterstützen.

Mit Hilfe der Bayer/Tokyo-Mitarbeiterin Kazuko Kishimoto wählten wir die Fujiwara Elementary School in Iwaki-shi, Fukushima Prefecture aus. Zunächst nahmen wir Kontakt zum Schulleiter, Herrn Shinya Yoshida, auf, um uns, das Freie Gymnasium Penig, vorzustellen und unser Vorhaben zu erläutern. Dies geschah aber nicht nur in Deutsch und Englisch. Die Japanologiestudentin Franziska Steffen übersetzte unseren Brief ins Japanische. (Herzlichen Dank!) Unseren Briefen legten wir viele große und ausdrucksstarke Farbfotos bei, auf denen Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen im Unterricht zu sehen sind. Einige von ihnen winkten sogar unaufgefordert, freundlich in die Kamera, also dem späteren Bildbetrachter zu.

Nachdem die Zielschule feststand, wählte Frau Dr. Schwarzer geeignete Unterrichtmittel für den naturkundlichen Unterricht der Grundschule aus. Auf Empfehlung unserer Kunsterzieherin Frau Voigtländer kauften wir darüber hinaus verschiedenste Farbstifte für den Kunstunterricht. Diese erste Auswahl geeigneter und sicherlich wünschenswerter Unterrichtsmittel im Wert von 700.- € gaben wir am 2. Mai 2012 dem Bayer-Mitarbeiter Hans Cremers kostenfrei mit nach Tokyo. Er wird diese Spenden von Tokyo aus der Fujiwara Elementary School zeitnah zustellen.

Dr. Schläger
Fachlehrer Ethik

Übergabe der Spenden in Japan

Zu Beginn des letzten Schuljahres reifte die Idee, japanischen Kindern der Tsunami-Region Sendai zu helfen. Durch das beeindruckende Benefizkonzert unter Beteiligung zweier japanischer Musikerinnen im November 2011, einem Kinder-Kunst-Projekt und dem sehr erfolgreichen Sponsorenlauf im Juni 2012 konnten wir insgesamt über 8000 EUR der Fujiwara Elementary School in Iwaki-shi, Fukushima Prefecture, spenden.

Nachdem wir schon einige Unterrichtsmittel auf die Reise nach Japan geben konnten, überbrachte in den Sommerferien Herr Dr. Schläger den symbolischen Check zur Unterstützung dieser Schule.

Hilfe für Krebskramke Kinder

Unterstützung des Elternvereins krebskranker Kinder e. V. Chemnitz
Schuljahr 2012/13 und 2013/14

Floorball Integrationstunier

Am 20.5.2014 fand in der Turnhalle der Friedrich-Eduard-Bilz-Oberschule Penig ein Floorball- Integrationsturnier statt. Schirmherr dieser Veranstaltung war der sächsische Verein "Integration durch Sport" und Ausrichter das Freie Gymnasium Penig. Aus vielen verschiedenen Schulen Sachsens kamen die Floorball-Begeisterten, um gegen die Teams anderer Schulen zu spielen. 

Um 8:00 Uhr trafen sich alle Schüler in der Turnhalle. Nach der Eröffnung durch den Sportlehrer Herrn Blüthner des Freien Gymnasium Penig, begann das Turnier. Die Schüler wurden in zwei verschiedene Altersgruppen unterteilt. Eine Gruppe bestand aus den siebten Klassen und die andere aus den fünften und sechsten Klassen. Für die Verpflegung zwischendurch sorgte der Schülerrat des Freien Gymnasiums Penig. Um 13:00 Uhr fand das letzte Spiel statt. Nun waren alle gespannt, wer gewinnt. 

Somit kam es zur großen Siegerehrung durch Herrn Heuschkel (Sportlehrer FGP). In der Altersklasse der Fünft- und Sechstklässler gewann das Team vom Gymnasium "Am Breiten Teich" aus Borna. In der Klasse der Siebtklässler konnte das Team des Freien Gymnasiums Penig den Sieg ergattern.

Georg Knipping
Schülerrat

Übergabe der Spende zur Unterstützung des Kinderhospiz in Chemnitz

Im vergangenen Schuljahr starteten wir beeindruckende Aktionen wie ein Benefizkonzert und einen Sponsorenlauf, um Kinder einer Schule in der vom Tsunami stark zerstörten Region Sendai zu unterstützen. 

Nach erfolgreicher Beendigung dieses Projekts setzen wir uns neue Ziele. In der ersten Schulkonferenz des aktuellen Schuljahres wurde aus den Vorschlägen das Projekt zur Unterstützung des Chemnitzer Kinderhospiz ausgewählt. Da die Lehrer sich weiter mit der Konzeption unserer Schule zum pädagogischen Tag am 23. Mai beschäftigten, nutzten Schüler der Klassenstufen 9 bis 11 diesen Tag, um für diese Spendenaktion zugunsten des Chemnitzer Kinderhospiz arbeiten gehen zu können.

Im Rahmen der Schuljahresabschlussveranstaltung am 12. Juli konnten wir nun ein symbolischer Scheck in Höhe von 1.131,50 Euro an Frau Tank als Vertreterin des Elternvereins krebskranker Kinder e. V. Chemnitz übergeben.
In einer sehr emotionalen Rede dankte sie unseren Schülern und übergab ein Bild, welches die Arbeit des Vereins verdeutlicht.

Am 24. Juli erreichte uns ein Brief der Vereinsvorsitzenden Frau Dr. med. Ingrid Krause, die sich im Namen der schwerstkranken Kinder und deren Familien auf das Herzlichste für die Aktion bedankte. Sie schreibt, dass der überreichte Spendenbetrag überwältigend ist und es einfach schön ist, zu spüren, dass Kinder an diejenigen denken, denen es nicht so gut geht. Das Geld wird mit zur Finanzierung von Ferienveranstaltungen verwendet, damit die schönen Stunden und Erlebnisse den Kindern helfen, die langwierigen Krankenhausaufenthalte und belastenden Behandlungen etwas vergessen zu können, um Kraft zu schöpfen für die kommende Zeit. Dieser Brief und das Bild, welches uns als Dankeschöngeschenk überreicht wurde, haben uns sehr berührt.

Am 5. Oktober steht das Elternhaus allen Besuchern offen. Mitglieder des Vorstandes und die Mitarbeiterinnen des Vereins stellen die Projektarbeit vor.

Exkursionen und Projekte

Darüberhinaus werden jedes Schuljahr zahlreiche Exkursionen und Projekte im Sinne unserer Selbstverpflichtung durchgeführt

Exkursion ins KZ Buchenwald

Am Mittwoch, dem 10.10.2012, unternahmen die Klassen 10a und 10b eine Exkursion ins ehemalige Konzentrationslager Buchenwald.

Abfahrt war um 8 Uhr am Freien Gymnasium und nach gut zweistündiger Fahrt erreichten wir die Gedenkstätte auf dem Ettersberg.

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Nach einer kurzen Pause begannen alle Schüler gruppenweise mit der Besichtigung - natürlich waren alle Gruppen auch gut mit Aufgaben versorgt. Die Schüler hatten nun drei Stunden Zeit, um das ehemalige KZ mit seinen einzelnen Teilen zu besichtigen, z. B. das Hauptlager, das "kleine Lager", den Häftlingskrankenbau und das Krematorium. Eine Menge Informationen über das damalige Leben im Lager erhielten wir in der anschaulichen und ergreifenden Ausstellung im Gebäude der ehemaligen Effektenkammer.

Zum Abschluss der äußerst lehrreichen Exkursion sahen wir noch im Kinosaal der Gedenkstätte einen zusammenfassenden Dokumentarfilm über die Geschichte des Konzentrationslagers.

Robin Silligmann
Klasse 10a

Projekttag gegen Rechtsradikalismus

"Egal geht nicht" - so lautete das Thema des Projektages am 25. September 2012, der in der Jahrgangsstufe 10 des Freien Gymnasiums Penig durchgeführt wurde. Zu Beginn des Projekts stellten sich die beiden Projektleiter Saskia und Konrad vor, ebenso den Verein den sie repräsentieren. Jeder Schüler wurde gebeten seine Erwartungen von einem freundlichen Miteinander zu äußern, damit eine Diskussion friedlich ablaufen könne. Weiterhin wurden wir nach unseren Ideen gefragt und welche Vorstellungen wir von dem heutigen Tag haben würden.

Thematisch begann das Projekt mit menschenverachtenden Einstellungen. Wie entstehen menschenverachtende Einstellungen? Welche menschenverachtende Einstellungen gibt es und wie können sich diese auf das zwischenmenschliche Miteinander auswirken? Um diese Fragen beantworten zu können, galt es zuerst einmal, dass "Schubladenprinzip" zu klären. Wir konnten sehr gut erkennen, dass wir automatisch Menschen bewerten, dass eine solche ‚Bewertung' auch zu Grundprinzipien werden können und wie sich diese auswirken, lernten wir ebenfalls kennen.

Darauf folgte eine kleine Auflockerung des Projekts durch Rollenspiele, indem drei verschiedene Gruppen auf Sexismus, Rassismus und Homophobie passend reagieren sollten. Nun ging man explizit auf Rechtsradikalismus bzw. Rechtsextremismus ein, wie sich so genannte "Neonazis" bezeichnen, welche Ideologie sie vertreten und wie sie organisiert sind. Um dies zu veranschaulichen sah man sich eine Doku an, ebenso einen Zusammenschnitt, indem sich Prominente ganz klar dazu äußerten: "Wir sind gegen Rechtsextremismus." Zum Abschluss sollten wir den beiden Projektleitern ein Feedback geben, wie wir den Projekttag fanden.

Die Klasse empfand den Projekttag als sehr interessant und die Projektleiter wurden gelobt, das Thema locker vermittelt zu haben. Jedoch wurde nicht auf Fragen wie "Ist Rechtsextremismus genauso schlimm wie Linksextremismus" eingegangen und das Thema etwas einseitig beleuchtet. Generell wurde der Projekttag auf Grund der Themenwahl und der Gestaltung sehr positiv aufgenommen.

Antonia Sophia Podhraski & Janina Schumann
Klasse 10a

Meet your MEP - Exkursion zum Europäischen Parlament

"Meet your MEP", "Triff deinen Abgeordneten", so lautete das Motto des Besuchs einiger unserer Schüler der Klassenstufen 11 und 12 im Europäischen Parlament vom 13. bis 14. September 2012. Der Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Herr Dr. Peter Jahr, der schon im letzten Schuljahr unsere Schule besuchte, lud uns ein, seinen Arbeitsplatz einmal "live" zu erleben.

Früh am Morgen stiegen 16 Schüler des Freien Gymnasiums Penig und Herr Dr. Jäpel, unser GRW-Lehrer, in den Bus, der uns nach Straßburg, bringen sollte. Nach gut 8 Stunden Fahrt erreichten wir schließlich Frankreich und das Parlament. Nach einer interessanten Fragerunde mit dem Sprecher der EVP-Fraktion, Thomas Bickl, gab es für uns Mittagessen in der Parlamentskantine.

Mit gefülltem Magen schauten wir uns schließlich verschiedene Teile des Parlaments an und konnten im Plenarsaal einer Diskussion zu internationalen Problemen lauschen. Mit dabei war natürlich unser Gastgeber, Dr. Jahr, der uns mit vielen interessanten Informationen über das Parlament und dessen Mitglieder versorgte.

Schließlich durften wir uns in einem kleineren Saal selbst einmal an einer Parlamentsdebatte zu verschiedenen, von uns selbst ausgewählte Themen probieren. Obwohl das Ganze ein wenig chaotisch ablief, hat es uns ein besseres Gefühl dafür gegeben, wie es ist, selbst einmal hinter einem Mikrofon zu sitzen. Wir verabschiedeten uns von Herrn Dr. Jahr mit einem neuen Gefühl und besserem Verständnis für die Europäische Union.

Als wir am Hotel ankamen, dass in Deutschland lag, war es bereits recht spät, sodass es bald Abendessen gab. Am nächsten Morgen brachen wir nach einem guten Frühstück von unserem Hotel in Oberkirch auf, um uns noch ein wenig die Stadt Straßburg selbst anzuschauen. Dort wurden wir auch durch das berühmte Münster geführt und konnten seine auffallende und interessante Architektur bestaunen.
Nach zwei schönen Tagen kehrten wir schließlich am Freitagabend nach Hause zurück.

Anne-Marie Herder,
Klasse 11

Besuch des Sächsischen Landtages

Am 29.05.2013 unternahmen die Schüler der drei 9. Klassen unserer Schule im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts eine Exkursion zum Sächsischen Landtag nach Dresden. Nach einem Einführungsvortrag zu Geschichte und Architektur des Landtages sowie seiner Arbeitsweise und Gremien erhielten die Schüler die Möglichkeit, auf den Plätzen der Abgeordneten im Plenarsaal die Atmosphäre des Hohen Hauses nachzuempfinden.

Anschließend fand eine Gesprächsrunde mit unserem
Wahlkreisabgeordneten Thomas Schmidt von der CDU-Fraktion statt, in der der Abgeordnete zunächst seinen beruflichen und politischen Entwicklungsweg darstellte. Danach beantwortete er Fragen der Schüler zur Abgeordnetentätigkeit, insbesondere seinen Aktivitäten in den Arbeitskreisen und Führungsgremien der Fraktion und den Ausschüssen des Landtages. Sichtlich beeindruckt zeigten sich die Schüler darüber, wie es ihm gelingt, seine Abgeordnetentätigkeit in Dresden und im Wahlkreis mit einem deutlich eingeschränkten Privatleben zu verbinden. Abschließend musste er den Schülern noch Rede und Antwort zu einer Reihe aktueller politischer und wirtschaftlicher Probleme stehen.

Dr. Roland Jäpel
Fachlehrer Gemeinschaftskunde

"Anders? - cool!" - Besuch der Wanderausstellung zur "Migration"

Am 13. Januar 2012 erlebten die SchülerInnen der neunten Klassen im gesellschaftlichen Profilunterricht zwei ungewöhnliche Schulstunden. Unter Anleitung von Frau Poppitz, einer engagierten Schulsozialarbeiterin aus Burgstädt, schlüpften sie in fremde und ungewohnte Rollen.

Sie erfuhren sozusagen leibhaftig wie es sich anfühlt, wenn Menschen durch politische, wirtschaftliche oder natürliche Katastrophen gezwungen sind, von heute auf morgen ihre Heimat zu verlassen, mitsamt ihres Hab und Guts und der gewohnten Lebensweise und Kultur. Erschwerend kam für die "flüchtenden" Schüler hinzu, dass ein von Frau Poppitz gespielter "Grenzbeamter" nicht jeden über die Grenze ließ und - natürlich gespielt - oft sehr willkürlich und anmaßend über einzelne Schicksale entschied.

Die zwei Stunden, die bei den Schülern einen nachhaltigen Eindruck erzeugten, erfolgten jedoch nicht ohne Vorbereitung. Die Schüler hatten im Dezember im Burgstädter Rathaus die interaktive und multimediale Wanderausstellung zum besagten Thema besucht.

Dr. Thomas Nitschke
Fachlehrer Geschichte/ Ethik

Exkursion Kloster Wechselburg

Am 09.04.2013 fuhren wir, die Klassen 7a und 7b, in das Kloster Wechselburg. Wir trafen uns morgens am Freien Gymnasium Penig und fuhren mit dem Bus nach Wechselburg. Von Frau Blei wurden wir freundlich in Empfang genommen. Sie führte uns nach draußen und zeigte uns die Basilika mit ihren Besonderheiten. Danach gingen wir zum Kircheneingang und zeigte uns das Tor. Sie erklärte uns die Symbole im Torbogen und ihre Bedeutungen. Das fanden wir sehr spannend.

Frei Blei zeigte uns die Kirche von innen und führte uns Beispiele vor, wie den schönen Schall der Kirche. Die Führung war sehr informativ und wir durften viele Sachen selbst ausprobieren. Das war toll. Nach der Führung aßen wir Frühstück. Danach hielt Vater Benno einen Vortrag über die Mönche und das Klosterleben. Das war sehr interessant. Außerdem beantwortete er uns viele Fragen über das Leben der Mönche im Kloster. Wir empfanden das Mönchsleben als interessant, aber sehr anstrengend.

Nun war es an der Zeit für die Mittagshore. Die Mönche sangen und sprachen viele Psalme und Gebete. Dabei kam der Schall der Basilika sehr schön zum Ausdruck. Nach der Mittagshore ging es wieder zurück ins Gymnasium.

Hiermit möchten wir uns ganz herzlich für diese schöne und informative Exkursion beim Kloster Wechselburg bedanken. Außerdem danken wir unserem Schulleiter Herr Frei und der Schule dafür, dass sie uns diesen Ausflug ermöglicht haben.

Lukas Wolf und Til Herrmann
Klassensprecher 7a und 7b

Begegnung mit der islamischen Religion und Kultur

Die Schüler der Jahrgangsstufe 8 lernten im Fach Ethik Grundzüge des Islam kennen und reflektierten die ethischen Forderungen dieser Religion. Gegen Ende des Lernbereichs äußerten sie den Wunsch, durch Informationen im "Originalton", bereits erworbenes Wissen zu erweitern und exemplarisch Einblick in die islamisch geprägte Kultur zu gewinnen. Dafür luden wir Frau Am Sayad Mahmood, Mitarbeiterin des Ökumenischen Informationszentrums Dresden zu uns in das Freie Gymnasium Penig ein.

Frau Mahmood berichtete uns in einer Gesprächsrunde mit allen 8. Klassen, dass sie wegen der politischen Situation ihres Mannes und um ihr Leben zu retten mit zwei Kindern aus dem Irak floh. Ihre Anerkennung als Asylberechtigte erhielt sie nach drei Jahren. In Bagdad hatte sie Elektrotechnik studiert. In Deutschland absolvierte sie mehrere Deutschkurse und schloss erfolgreich eine Ausbildung zur Webdesignerin ab. Sie versicherte uns, dass es "für (sie) wichtig ist, Menschen, die etwas über den Islam erfahren wollen, von (ihrer) Religion zu erzählen und auf Fragen zu antworten". Ihr "größter Wunsch (sei), dass wir hier zusammen in Frieden und ohne Probleme leben können".

Nach einem ins Thema führenden Kurzvortrag wurde die Gesprächsrunde eröffnet. Um das Gesagte zu veranschaulichen, zeigte sie verschiedene Gegenstände (Koran, Kaaba, Gebetsteppich u.a.) aus ihrem mitgebrachten "Islamkoffer". Sehr schnell entwickelte sich ein Dialog. Es wurden unterschiedlichste Fragen gestellt. So wollte man beispielsweise etwas über Muslime in Deutschland und das Verhältnis der Religionen zueinander hören. Von großem Interesse war auch, welche Sicht

Muslime auf die bekannten internationalen Konflikte haben und welche Bedeutung dem Fundamentalismus in den islamischen Ländern zukommt. In der Veranstaltung wurde allen deutlich, dass es Frau Mahmood tatsächlich wichtig ist, dem Interessierten Auskunft zu geben. Wir danken ihr für die Erweiterung unserer Kenntnisse über den Islam.

Dr. Schläger
Fachlehrer Ethik

Die "Leipziger Meuten" - Jugendopposition im Nationalsozialismus

Wenn man sich mit den verschiedenartigen Akteuren auseinandersetzt, die im Zeitraum von 1933 bis 1945 auf unterschiedlichste Weise Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime geleistet haben, dann stellt die Münchener Widerstandsgruppe "Weiße Rose" um die Geschwister Hans und Sophie Scholl sicher eines der bekanntesten Beispiele widerständischer Aktivitäten dar.

Dass es jedoch auch noch andere Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener gab, die gegen den Nationalsozialismus aufbegehrten, zeigte der Historiker Sascha Lange im Rahmen eines am 17. April in der Aula des Freien Gymnasiums Penig stattgefundenen Vortrags, der inhaltlich die so genannten "Leipziger Meuten" in den Fokus rückte. Über eine Stunde lang lauschten etwa 80 bis 90 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 11 aufmerksam den mit Hilfe von zeitgenössischen Fotos und Zitaten untermauerten Ausführungen Langes, der mittlerweile seit über zehn Jahren zu diesem Thema arbeitet.

Demnach trafen sich bis zu 1.500 Mädchen und Jungen ab Mitte der 1930er Jahre in Cliquen - den "Meuten" - im Leipziger Stadtgebiet jenseits der Hitler-Jugend. Viele von ihnen kamen aus dem linkssozialistischen Milieu der Weimarer Republik. Die Meutenmitglieder, die oftmals schon allein durch ihre nonkonforme Kleidung oder das zum Teil öffentliche Hörung "unarischer" Musik auffielen, setzten sich gegen die Einschüchterungsversuche der Hitlerjugend zur Wehr, stellten heimlich Flugblätter gegen das Nazi-Regime her, hörten verbotene Radiosender und diskutierten über ein Deutschland ohne Nazis. Die Ergebnisse seiner jahrelangen Recherchearbeit hat Lange übrigens in dem 2012 im Passage-Verlag erschienenen Buch "Die Leipziger Meuten - Jugendopposition im Nationalsozialismus" zusammengefasst.

Die im Anschluss an den Vortrag gestellten Fragen seitens der Schülerinnen und Schüler zeigten, dass der Gedanke aufgegangen war, den Jugendlichen über die Gleichaltrigkeit gegenüber den Meutenmitgliedern einen spannenden Zugang zu einem wenig beachteten Kapitel interessanter Regionalgeschichte zu ermöglichen.

Jan Sobe
Referendar Deutsch/ Geschichte

 

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Bericht über die Preisverleihung FP »

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