Der Fächerverbund der 6. Klassen vom 12. bis 15.10. 2020 stand unter dem Thema „Buchdruck und Märchen“.

Am Montag schauten wir zunächst einen Film über Johannes Gutenberg und die Entwicklung des Buchdrucks an. Wir beschäftigten uns aber auch damit, wie Bücher vor der Erfindung des Buchdrucks vervielfältigt wurden, denn im Verlauf der Woche sollten wir auf ähnliche Weise ein kleines Büchlein herstellen.
Wir falteten ein Minibuch und schnitzten den Anfangsbuchstaben unseres Vornamens in eine Kartoffel. Diese tauchten wir in Farbe und bedruckten einzelne Seiten unseres Buches damit. Während der Druck trocknete, schnitten wir den Buchstaben in größerer Form aus Moosgummi aus. Er wurde mit Farbe bestrichen und auf das Deckblatt unseres Buches gedruckt. Abschließend haben wir ihn noch mit diversen Verzierungen versehen.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Märchen. In 4 Gruppen erarbeiteten wir die Märchen Dick Whittington, Jack and the Beanstalk, George and the Dragon sowie Romeo and Juliet (Letzteres ist natürlich kein Märchen!).
Wie die Titel schon erkennen lassen, fand das Ganze in englischer Sprache statt. Hilfreich hierfür war es, dass wir die Märchen erst einmal in kurzen Filmen anschauten, bevor wir am Text arbeiteten. Nachdem wir den Inhalt besprochen und anhand der Märchenmerkmale überprüft hatten, ob die Texte tatsächlich Märchen sind, bereiteten wir die Märchen für die Präsentation am Mittwoch vor.
Es sollte zwei Versionen der Präsentation geben: eine Lagerfeuervariante (als Beispiel der mündlichen Überlieferung) und eine Diktatvariante (als Beispiel für die Vervielfältigung in Klosterschreibstuben).
Wir kürzten und vereinfachten die Märchen, soweit das möglich war, und fertigten außerdem Wortkarten mit unbekannten oder schwierigen Wörtern an, um den Zuhörern bzw. Skriptoren das Verstehen zu erleichtern.
Danach übten wir – die Lagerfeuergruppe das auswendige und ausdrucksstarke Vortragen, die Diktatgruppe das langsame und laute Diktieren in sinnvollen Wortgruppen. Beides war gar nicht so einfach.
Nach der Mittagspause testeten wir unseren Vortrag zunächst einmal mit der Gruppe, die das gleiche Märchen hatte und gaben uns gegenseitig Tipps, wie wir die Präsentation für den nächsten Tag noch verbessern könnten.

Am Mittwochmorgen trugen je 2 Lagerfeuergruppen ihre Märchen den anderen Schülern vor. Das lief ganz gut, auch wenn nicht jede Einzelheit von den Zuhörern verstanden wurde.
Nach der Frühstückspause übten wir uns in Kalligraphie – dem Schönschreiben. Wir durften mit Federn und Tinte schreiben. Das hat viel Spaß gemacht, war aber für so manche von uns auch eine echte Herausforderung.
Nun kamen wir zum wohl schwierigsten Teil des Fächerverbunds, dem Schreiben des Diktats. Jede Gruppe präsentierte ihr Märchen der Gruppe, die das entsprechende Märchen noch nicht als Lagerfeuervariante gehört hatte. Hier war absolute Konzentration gefragt. Nicht jedem Schreiber ist es gelungen, das Märchen vollständig zu Papier zu bringen, doch die meisten Ergebnisse können sich sehen lassen.
Abschließend haben wir unsere geschriebenen Texte noch mit passenden Bildern verschönert.

Der letzte Tag der Fächerverbundwoche „gehörte“ den Fächern Religion und Ethik. Frau Lehmann spielte uns die Geschichte vom barmherzigen Samariter vor und wir unterhielten uns über Mitmenschlichkeit.
Anschließend lasen wir das dazugehörige Gleichnis aus der Bibel, welches wir danach kreativ umsetzen sollten. Wir hatten die Wahl – entweder das Gleichnis aus der Bibel zu modernisieren oder ein Comic dazu anzufertigen. ALLE haben sich für das Comic entschieden!!!
Nach der Mittagspause schauten wir uns in einer Art Galerierundgang die Minibooks unserer Mitschüler an. Es sind wirklich ganz großartige Büchlein entstanden.
Zur Auswertung der Woche lässt sich sagen, dass sie interessant und anspruchsvoll war. Größtenteils hat uns die Arbeit viel Spaß gemacht und wir sind stolz auf unsere Ergebnisse.

Wir bedanken uns bei den betreuenden Lehrerinnen Frau Matthes, Frau Herwig, Frau Prötzig, Frau Lehmann, Frau Mende, Frau Otto und Frau Riedel.

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