Einen Workshop zum Thema „Leben mit Behinderung“ gab es für die beiden 9. Klassen am 1. Februar. Bereits im Deutsch –Unterricht war das Thema vielseitig betrachtet und recherchiert worden, nun folgte mit Hilfe von Herrn Lissek vom Behindertenverband, selbst Spastiker, der „praktische Teil“.

Felix auf ProbefahrtOb Kanten und Stufen; fehlende Markierungen für Blinde oder Vorurteile gegenüber dem Leistungsvermögen Behinderter  – es gibt viele Stellen, an denen sie auf Kooperation angewiesen sind. Im Alltag gibt es so viele Defizite in Sachen Unterstützung, dass man mit Fug und Recht sagen kann: Behindert ist man nicht, behindert wird man. Um dem entgegenzuwirken und den Blick dafür zu schärfen, probierten die Schüler selbst aus, mit dem Rollstuhl die Möbel im Klassenzimmer zu umkurven, mithilfe eines Partners blind durchs Treppenhaus zu gehen oder aus einem Becher zu trinken. Viele Fragen an Christian Lissek zeugten von Interesse und Empathie seitens unserer Schüler. „Es herrschte eine tolle Atmosphäre, ich komme im nächsten Jahr gern wieder“, sagte er, bevor er – für ihn selbstverständlich - seinen Rollstuhl ins Auto verlud und davonfuhr.

Uta Steffen
Schulleiterin
Fachlehrerin Deutsch

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