Südtirol von seiner besten Seite.

Auch das Jahr 2018 startete wieder mit dem Skilager der elften Klassen, die fünf Tage in Südtirol gemeinsam mit Frau Otto, Herrn Blüthner und Herrn Weigelt verbrachten, um Ski- und Snowboard zu fahren.

Am 8. Januar um 1:15 Uhr trafen wir uns am FGP. Nach planmäßigem Start und einer Fahrt ohne unvorhergesehene Vorkommnisse erreichten wir das Hotel Saxl in Sterzing pünktlich um 9:30 Uhr zeitgleich mit zwei anderen Schülergruppen aus Leipzig und Berlin, bekamen unser Material und unsere Ausrüstung und konnten unsere Zimmer beziehen, auch wenn das bei manchen Zimmern erst gegen um 1 möglich war.

Dementsprechend stressig wurde unser erster Aufstieg auf den Berg Rosskopf, der mit der Gondel zwölf Minuten dauerte, was die meisten aufgrund der Dauer und der beeindruckenden Aussicht auf die umgebenden Berge bereits faszinierte. Bedauerlicherweise war unser erster Kursunterricht nur sehr kurz, da die Ausgabe der Skier und deren Anpassung ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm. Trotzdem fielen wir dann am Ende dieses langen, anstrengenden  Tages müde in unsere Betten. Lehrer üben den Ernstfall

Frisch erholt am nächsten Tag starteten wir voller Erwartungen und mit mehr als genügend Elan in unseren ersten richtigen Unterrichtstag. Wir konnten unseren Augen nicht trauen, als wir an der Bergstation den Lift verließen, denn über Nacht hatte es 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee gegeben und so herrschten ideale Bedingungen für uns zum Fahren. Während die Anfänger auf den Übungshängen die Grundlagen übten, konnten die Fortgeschrittenen ihre Fähigkeiten schon auf den unzähligen Pisten unter Anleitung ihrer Ski- und Snowboardlehrer verbessern. Um auch alle bei Kräften zu halten, wurde das Mittagessen direkt an der Piste in der Bergstation serviert. Ursprünglich hatten wir eine Schlittenfahrt bei Nacht geplant, die aber auf Grund des vielen Schnees ausfallen musste und so konnten wir den theoretischen Unterricht im Hotel „genießen“.Am Mittwoch konnten dann alle, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, ihre Unterrichtsstunde auf den Skipisten absolvieren. Frau Otto nutzte ihre Gelegenheit für einen großen Auftritt direkt am Anfang der blauen Piste. Nach ihrem Sturz durfte sie die Piste mit einem Skimobil der Bergrettung verlassen, hatte aber dennoch stets ein Lächeln im Gesicht. Für alle anderen war der Tag auch ein großer Erfolg, denn auch wenn der ein oder andere anfangs Zweifel hegte, konnten alle ihre Liebe zum Ski- oder Snowboardfahren vertiefen oder ganz neu entdecken. Mit Gedanken an diesen anstrengenden Tag freuten sich alle abends auf ihre Betten und ein wenig Ruhe.

Herrliches Wetter mit klarem Himmel, kilometerweiter Sicht auf die Berge und ideale Bedingungen erwarteten uns am Donnerstagmorgen, wie im Bild 1 zu erkennen ist, und so konnten sich alle perfekt auf die bevorstehende Prüfung einstellen, die bei allen im zweistelligen Bereich ausfiel. Verdienterweise, denn viele waren hochmotiviert und zogen selbst in ihrer Mittagspause los, um mehr Zeit auf den Pisten zu verbringen. Auch die Voraussetzungen auf der zehn Kilometer langen Rodelbahn waren nun perfekt, sodass wir unsere Schlittenfahrt nachmittags nachholen konnten und den Berg mit dem Schlitten anstelle der Gondel verließen. Nun brach der letzte Abend unserer Klassenfahrt an, sodass wir diese actionreichen Woche mit einer Fackel-„wanderung“, einem Gebet an den Gott des Winters Ullar und dem verteilen unserer Zertifikate abschließen mussten.

Der letzte Vormittag konnte dank der Erfahrungen, die wir in der Woche gemacht hatten, mit freiem Fahren verbracht werden, was natürlich jeder, dem es möglich war, noch nutzte, bevor es mit traurigen Gesichtern wieder in Richtung Heimat ging. Die Lehrer nahmen noch ihre Aufsichtspflicht wahr (Bild 2) und stellten sicher, dass alle heil wieder von der Piste kommen konnten. Nach rund neun Stunden Fahrt kamen wir wieder sicher in Penig an, noch immer mit den Gedanken in dieser Woche schwelgend.

Michael Blüthner, Fachlehrer Sport

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